Samstag, 25. Juli 2020

38) die Frau
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Die Frau

Eine Gruppe von Halbaffen sitzt auf einem kleinen, freien Platz am Fuße eines großen Baumes. Sie helfen einander, sich von den blutsaugenden Flöhen zu befreien. Eines der Jungtiere ist schon seit Tagen krank, es kann nicht mehr auf den Baum steigen, um ein paar kraftbringende Früchte zu essen. Die anderen kümmern sich nicht sehr darum. Das größte, männliche Tier ruft zum Weitermarsch. Das kranke bleibt liegen, bald wird es von anderen Waldtieren gefressen, wenn es nicht das Glück hat, schon vorher zu sterben.

Ein paar Millionen Jahre später befinden wir uns in der Mitte einer Gruppe von ersten Menschen. Das gleiche Bild: Eines der jüngeren Mitglieder ist krank, die anderen bringen Käfer und Zweige mit Früchten. Die männlichen Menschen sind gerade von der Jagd zurückgekommen. Sie legen der Gruppenmutter das Tier vor die Füße. Sie wird wie eine Göttin verehrt. Aus ihrer unteren Öffnung kommen aus unerklärlichen Gründen von Zeit zu Zeit neue Mitglieder der Gruppe. Sie schafft immer wieder neues Leben und ist sehr eifersüchtig darauf bedacht, das der männliche Teil der Gruppe sich nur mit ihr beschäftigt. Sie hatte auch schon mehrmals ein paar von den jüngeren, geschlechtsreifen Mädchen aus der Gruppe vertrieben, als sie merkte, dass einige Männer sich für sie interessierten, weil Blut aus ihren unteren Öffnungen gekommen war. Wenn ihre Brustwarzen stehen, kommt auch bei ihr Blut, wenn nicht, ist sie gerne bereit, einen der Männer als Belohnung für ein gutes Stück Beute mit seinem stehenden Glied in ihre warme Öffnung eindringen zu lassen. Die Männer haben ihren Genuss daran, ja, sie sind geradezu süchtig danach. Die große Mutter ist sich nicht sicher, aber der gestrige intimere Kontakt mit einem ihrer Verehrer könnte wieder zuerst ein Vergrößern ihres Bauches und dann die Geburt eines neuen Kindes zur Folge haben. Sie ahnt schon, wie es funktioniert. Wissen ist Macht. Und tatsächlich, ein paar Wochen später wird sie gereizter. Sie lässt keinen der Männer an sich heran. Sie akzeptieren es, denn sie wissen aus Erfahrung, dass etwas Großartiges geschehen wird.

Viele junge Mädchen spielen am Fluss, während die Ziegen in der Nähe weiden. Dann bemerkt eine einen Jungen, der sich hinter einem Busch versteckt hatte. Er winkt ihr zu, gibt ihr Zeichen. Er gefällt ihr, sie geht langsam, ohne, dass es die anderen merken zu ihm hinter den Busch. Zurück im Dorf gibt es drei Häuser, eines für die Männer, eines für die Tiere und eines für die Frauen. Wenn das Kind geboren wird, bleibt es bei ihr im Frauenhaus. Der schöne Junge war nicht der einzige, so dass keiner wirklich weiß, wer der Vater ist, obwohl sie es vielleicht ahnt. Wenn es ein Junge wird, geht er mit 6 oder 7 Jahren ins Männerhaus.

Der Anführer der Gruppe, dem alle Frauen gehören, zieht gerade das jüngste Mädchen, das gerade seine erste Blutung hatte, in sein Zelt. Sie wehrt sich ein bisschen, aber die anderen Mitglieder der Nomadengruppe lachen nur.

Er hatte gerade eine Kuh erstanden. Wie lange hatte er dafür arbeiten und sparen müssen! Bisher hatte er sich mit Jünglingen vergnügt und seine Instinkte ausgelebt. Jetzt wird er in der gesellschaftlichen Rangordnung aufsteigen, seine eigene Familie gründen und damit für sein Alter sorgen. Er ist bereits 30 und kann sich endlich ein junges Mädchen von 13 Jahren aussuchen, die natürlich Jungfrau sein muss. Der Vater der Auserwählten betrachtet die Kuh. Sie ist gesund, wird viel Milch geben. Er stimmt zu, ruft seine Tochter, die eine Ziege an einem Strick führt und legt ihre Hand in die ihres zukünftigen Mannes. Der Handel ist abgeschlossen.

Eva, die Frau hat Adam, den Mann zu Sünde verleitet. Die Frau soll dem Mann untergeben sein. Dieses und anderes lehrt der Katholizismus.

George Sand eröffnet gerade ihren Salon und Chopin trägt dabei seine neuesten Kompositionen vor. Sie hatte sich vor kurzem scheiden lassen und erst nach einem für sie erniedrigenden Handel mit ihrem Exmann erreicht, dass sie sich um ihre eigenen Kinder kümmern kann.

Frauen kämpfen für ihr Recht, an politischen Entscheidungen teilnehmen zu können.

Marlene Dietrich ist die erste Frau, die mit Hosen und einer Zigarette in der Hand gefilmt wird.

Berühmte französische Künstlerinnen zeigen sich bei den Behörden selbst an, weil sie angelblich eine Abtreibung haben durchführen lassen.

Viele deutsche Frauen fahren jährlich nach Holland, um eine Abtreibung machen zu lassen. Mehrere sterben dabei, weil sie nicht genug Geld haben, ein normales Krankenhaus zu bezahlen, bevor es nach der Wiedervereinigung endlich landesweit legalisiert wird, da es im östlichen, ex-kommunistischen Teil bereits gesetzlich erlaubt war. Man hätte das Verbot wahrscheinlich gegen den Willen der Bevölkerung nicht weiter aufrechterhalten können. Wer muss schließlich die Kinder erziehen? Die Moralisten oder die Mütter?


Else
Else
Else
Else
Else

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